Kategorie: Gesundheit

Bequemer weicher Fahrradsattel

Unser Po ist rund und nach außen gewölbt. Daher muss ein bequemer weicher Fahrradsattel eine Kuhle haben, muldenförmig sein. Erhöhte Außenränder sollen zum Rücken hin Halt geben. So sind von Pferde- bis zu Motorradsätteln (untere Bilder) alle Sättel gebaut. Fast alle.

Nur Fahrradsättel werden genau andersrum angeboten: In der Mitte erhöht, zu den Rändern hin abfallend (mittleres Bild).
Das macht bei Rennrädern Sinn, wo durch einen schmalen schlanken Sattel schnellste Beinbewegungen gefragt sind. Da darf kein Sattelrand stören.

Im Zeitalter von elektrisch unterstützten Rädern will ein gemütlicher Radfahrer jedoch bequem und stabilisiert in einer weichen gepolsterten Vertiefung sitzen. Sein Po soll nicht auf einem Hügel herumrutschen, sondern der Sattel soll eine vertiefte möglichst große Sitzfläche haben, um den Druck auf den Po gering zu halten (Druck ist Kraft pro Fläche; bei kleiner Fläche wie bei Stöckelschuhen resultiert ein Riesendruck, der Fußböden zerstören kann).

Ach ja, nicht vergessen: Es gibt auch gepolsterte Radfahr(unter)hosen, die das Fahren erleichtern.

Die oberen Bilder zeigen geeignete Formen mit Sitzkomfort!

Fahrradsattel
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CO2-freies Bier („ohne Kohlensäure“)

Ich habs geahnt. Es war nur eine Frage der Zeit.
Doch der Reihe nach:

Beim Bier kann es zu unerwünschten Trübungen durch Oxalate kommen. In Zusammenarbeit mit der Versuchs- und Lehranstalt für Brauereien in Berlin (www.vlb-berlin.org) konnte ich vor vielen Jahren im Rahmen von Oxalat-Nierensteinforschungen (www.Dr-Kohlbecker.de/Meine-Lebensstationen) an der Freien Universität Berlin ein Patent zur Eliminierung des Oxalats anmelden:
Verfahren zur enzymatischen Entfernung von Oxalat. Deutsches Patentamt, Anmeldetag 07.08.1980 – siehe Patentanmeldung / Offenlegungsschrift.
Seit dieser Zeit habe ich gute Verbindungen zur Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Brauer (www.vlb-berlin.org/bbsa).
Und nun kam die überraschende Einladung, bei einem brandaktuellen Forschungsvorhaben mitzumachen! Kommt mir sehr gelegen nach der Praxisabgabe in Hannover, habe ja wieder einen Koffer im quirligen Berlin.

Eine große deutsche Alkoholfrei-Biermarke möchte sich weiter profilieren. Ziel ist die Herstellung eines alkohol- und CO2-freien Gesundheitsbieres.

Tolle Herausforderung, bei der ich begeistert dabei bin. Die Chancen stehen bestens.
CO2-Reduktion ist ja quasi zur Ersatzreligion geworden: Ein virtueller Heilsbringer mit vielen Versprechungen einerseits sowie angedrohter Hölle (Klimakatastrophe) andererseits bei Null Gewissheit.
Da wird CO2-freies Bier reißenden Absatz finden.
Beim Mineralwasser hats ja auch geklappt. Stilles Wasser und Medium haben den Umsatz von Sparkling bereits getoppt. Da ist jede Menge Platz für ein Stilles Bier oder ein Medium Hefeweizen. Ich bin da zuversichtlich.

Nicht grundlos haben sich in den letzten Jahren Lebensmittel mit den Zusätzen „frei von…“ oder „…reduziert“ durchgesetzt:
Cola zuckerfrei, kalorienfrei, jetzt auch koffeinfrei – wer hätte das vor wenigen Jahren gedacht?
Das Wort „-frei“ ist zum Markenzeichen unseres Jahrzehnts geworden:
Lactosefrei, glutenfrei, frei von Gentechnik, alkoholfrei, zuckerfrei.
Und wo die komplette „Befreiung“ nicht gelingt, wird eben so weit wie möglich reduziert:
Fettarm, kalorienarm, energiesparend, energiearm, bis hin zum Null-Energie-Haus.
Da passt CO2-reduziertes oder -freies Bier perfekt.

Nun werde ich also noch auf meine letzten Tage zum Klimaschützer. Und nicht nur das:
Nach dem neuesten Bericht des Weltklimarates nehmen kriegerische Auseinandersetzungen aufgrund des CO2-bedingten Klimawandels zu.
Da bin ich doch gerne ein Friedensaktivist durch Mitarbeit an der Verringerung des CO2-Ausstoßes!

Disclaimer: Bitte das Datum beachten  😉

Schuhsohlen für den Winter

Legero-Schuhsohlen

Legero-Schuhsohlen

U.a. die österreichische Firma Legero ® stellt Schuhe mit Polyurethan-Sohlen her: Ziemlich rutschfest („haftet dort, wo andere schon rutschen“), weich-elastisch und leicht dank hoher Porosität. Kein Vergleich mit anderen Sohlen!
Große Hilfe im Winter!
Ziemlich schade, dass diese Eigenschaften von Polyurethan-Sohlen so wenig bekannt sind – leider auch unter Fachpersonal in Schuhhäusern.

 

Weichmacher machen weich

Da hole ich eine kleine PC-Tastatur aus dem Jahre 2005 aus der Schublade hervor. Das Anschlusskabel ist herumgewickelt, so wie es nicht sein soll.
Und dann die Überraschung: Hat doch das weiche Anschlusskabel das härtere Plastikmaterial des Tastaturgehäuses an den Kontaktstellen angelöst! Die Rillen sind in der Tiefe weich. Unglaublich.

Das Anschlusskabel dürfte die Weichmacher permanent freisetzen – ganz bestimmt nicht gesundheitsfördernd…

Weichmacher

Zahnbelag unterm Mikroskop

 

 

Ganz schön gewaltig, was da so alles wuselt.
Die einzelnen Bakterien sind zwei bis fünf tausendstel Millimeter groß – wenn sie nun auf dem Bildschirm 2 bis 5 Millimeter messen, bedeutet das eine tausendfache Vergrößerung.

Die Bakterien wurden mit einem Zahnstocher von einem Zahn mit Zahnbelag abgeschabt und auf einem Objektträger mit etwas physiologischer Kochsalzlösung verstrichen. Dann kam ein Deckgläschen drauf, darüber ein Tropfen Immersionsöl – das wars. Es handelt sich also um ein sogenanntes Nativpräparat ohne Färbung. Vergrößerung 1000fach.

Ach so – die Probe stammt von einer hübschen Verkäuferin mit leider nicht so hübschen Zähnen. Nun weiss sie, warum ihre Zähne bisher immer wieder Löcher bekommen haben.
Ab sofort hat sie saubere Zähne – bestimmt!

Nachtrag Januar 2012:
Inzwischen wurden diese Mundbakterien auf YouTube über 10.000 mal angeschaut! Toll!

Ostern – das Fest der Auferstehung

Besuch bei der Schwiegermutter im Alten- und Pflegeheim.
Heute heißt das „Seniorenresidenz im Eichenpark“ oder so ähnlich – früher war das schlicht das Alters- und Siechenheim.

Und da saßen sie nebeneinander auf einer langen Bank – nur Frauen jenseits der 90, alle mit ihrem Gehwägelchen vor sich, alle selig in-sich-hinein-lächelnd, berieselt vom Altenradio NDR1 mit Heimatmelodien und Schnulzen aus vergangener Zeit.
Ich bekam es nicht fertig, zu fotografieren.
Auf mein Winken hin winkte eine zurück – alle anderen wirkten wie ruhiggestellt und lächelten weiterhin in sich hinein.

„Wie gehts Ihnen mit Ihren 92 Jahren?“
„Nun – wenn ich mir die Alternative überlege, bin ich recht zufrieden.“

Zweite Meinung – und die eigene…

Resolute Patientin so in den Fünzigern. Möchte eine zweite Meinung. Klar doch. Ich beginne ganz sanft: „Dazu hätte ich gerne die Ergebnisse der Voruntersuchung, insbesondere die Röntgenbilder“.
„Nein, die bekommen Sie auf keinen Fall. Ich will unbedingt, dass Sie mir unbelastet vom ersten Arzt Ihre eigene Meinung sagen.“
Aha.

Wie war das nochmal mit den unnötigen kostspieligen Doppeluntersuchungen? Und warum soll eine elektronische Gesundheitskarte mit allen Patientendaten eingeführt werden?

Tja – wenn die Menschen nicht wären, würde die Theorie stimmen.

Heuschnupfen, Allergien & Co

Eigentlich brauche ich bei neuen Patienten gar nicht mehr nach Heuschnupfen und Allergien zu fragen: Da kommt so gut wie immer ein „Ja“. Wobei das schon als normal, als nichtkrank angesehen wird.
Leute: Tut was für saubere Luft! Es kann doch z.B. nicht so schwer sein, in jeden Diesel Rußfilter einzubauen.
BITTE KEINE AUSREDEN MEHR.

Hörschlauch

Hoerschlauch

Danach habe ich lange gesucht! Eingabe von „Hörrohr“ in Google und anderswo führte nie zum Ziel. Und kein Hörgeräte-Akustiker konnte mir weiterhelfen. Doch noch gefunden:
Hörschlauch“ heißt das Zauberwort und simsalabim: Opa kann wieder hören – auch ohne Batterien!
Gut für mal zwischendurch: Komplikationslos. Und gut für die Praxis, gut für Heimbesuche. Empfehlenswert!

http://www.comtalk.de/Horschlauch/horschlauch.html

Gefährliche Wattestäbchen!

Ohrputzer
HNO-(Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde)-Fortbildung.
Das wusste ich schon: Keine Wattestäbchen (Q-Tips) tief im Ohr verwenden, damit das Ohrschmalz nicht reingedrückt wird und den Gehörgang verstopft.
Neu für mich: Jeden Monat käme mindestens ein Patient in die Ambulanz, bei dem das Trommelfell durch Wattestäbchen durchstochen worden sei:
Der (spätere) Patient reibt arglos im Badezimmer mit einem Wattestäbchen in seinem Ohr, Arm und damit den Ellenbogen hoch waagerecht gehalten – und schwupps geht die Tür auf, jemand will ins Badezimmer und knallt die Tür gegen den erhobenen Ellenbogen – Trommelfell kaputt.
Dumm gelaufen.